“Ganz genau auf etwas ganz Banales schauen”

Ein Selbstportrait

Ignacio Uriate betrachtete in einer seiner Arbeiten die gedruckten Punkte von 128 verschiedenen Schreibmaschienen vergrößert durch ein Makroobjektiv. Die denkbar einfachste und gleicheste Form wies dabei Unterschiede auf, die wie die Fingerabdrücke der einzelnen Schreibmaschienen individuelle Mermale ausbildeten. 
Als ich zufällig verschiedene Aufnahmen des selben Stücks verglich, viel mir auf, dass sie teiweise auf die Sekunde genau gleich lang dauerten. Bei so exakt gleicher Dauer interessierten mich die minimalen Unterschiede in den einzelnen Aufnahmen und stellte sie deshalb in verschiedenen Weisen gegenüber. 

Die Entwicklungen und Unterschiede der verschiedenen Aufnahmen können - wie unter einem Vergrößerungsglas betrachtet - als “Fingerabdruck” meiner künstlerischen Persönlichkeit gesehen werden. Auf dem Weg zur konzertreifen Interpretation wiederspiegelt diese Zusammenstellung meine Arbeitsweise, wie das persönliche Scheitern und Lernen und die persönliche Entwicklung, die ich mit einer Interpretion gehe.

#1 alle Aufnahmen simultan abgespielt


#2 zwischen den Aufnahmen wechseln bei continuierlichem Abflaufen des Stücks



#3 in den verschiedenen Aufnahmen die selbe Stelle betrachtet